Praktikum im Bereich Projektmanagement

Daniel-Vincent Seeger
Praktikant bei Jung von Matt Hamburg berichtet:
Jung von Matt? Da hört man ja viel. Mal Gutes, mal Schlechtes.
Ich wollte selber herausfinden was stimmt – mit einem Praktikum im Projektmanagement.
Bewerbung geschrieben, Vorstellungsgespräch gehabt, Zusage bekommen, Zack! Und so stand ich dann im August letzten Jahres auf dem Parkplatz in der Glashüttenstraße 79. Auf der einen Seite ein überdimensionales hölzernes Pferd an der grünen Wand, auf der anderen ein riesiges altes Backsteingebäude mit einem gläsernen Aufzug an der Fassade – hier wird also Werbung gemacht...
Während der sechs Monate meines Praktikums war ich bei den „Starfightern“ untergebracht, einer Unit von Beratern, die einzig und allein den Kunden Mercedes-Benz betreut. Die Atmosphäre war vom ersten Tag an super angenehm. Zu keiner Zeit musste ich mir als Neuling verloren vorkommen, da immer und überall nette Leute in der Nähe waren, die ja auch irgendwann mal ihren ersten Tag hatten. Außerdem gibt es bei Jung von Matt für alle Neustarter eine Einschulung, hier erklären die Agenturchefs wie die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen funktioniert – so findet man sich schnell zurecht.
Mein Team bestand aus einem Projektleiter, einem Senior- und einem Junior Projektmanager. Ich begleitete das Team bei der Markteinführung des GLK, bei der Entwicklung der Markenkampagne und unterstützte natürlich beim Tagesgeschäft, das hieß Termine koordinieren, Meetings vor- und nachbereiten oder die Dateiablage übernehmen.
Und das ist kein Nine-to-Five Job. Nicht bei Jung von Matt, und wahrscheinlich auch nirgendwo sonst. Darüber sollte man sich natürlich bewusst sein. An den meisten Tagen war ich schon vor 19 Uhr Abends zu Hause, manchmal aber auch später. Denn am Ende zählt das Ergebnis, und da geht man dann auch als Praktikant gerne die Extrameile mit.
Je nach dem wie man sich anstellt, bekommt man mit der Zeit mehr und mehr Verantwortung und auch kleinere Projekte, die zum Teil mit dem Junior, zum Teil aber auch ganz eigenverantwortlich abgewickelt werden. So war ich zum Beispiel bei der Produktion eines Funkspots im Tonstudio dabei, begleitete die Umsetzung einer Sonderidee am Hamburger Hauptbahnhof, besuchte ein Shooting und drehte zusammen mit dem Planning ein Trendvideo (Straßenbefragung zielgruppenrelevanter Personen). Danach betreute ich in Zusammenarbeit mit der Abteilung Film den Schnitt und die Fertigstellung des Videos.
Alles in allem bin ich echt froh diese Chance bekommen zu haben. Mein Praktikum bei Jung von Matt war eine super interessante Zeit, in der ich viel über den Job des Projektmanagements gelernt habe, spannende Einblicke in die Abläufe einer Full-Service Agentur bekam und eine Menge tolle Leute kennen lernen durfte.
Eines hat mich ein bisschen verunsichert. Ich musste mich doch sehr anstrengen, irgendeines der vielen Vorurteile bestätigen zu können. Wie gesagt, man hört ja viel.