Erster Tag in der Agentur
Der Wecker klingelt. 07.15 Uhr. Viel zu früh. Aber schließlich wird der Arbeitsweg zum ersten Mal bestritten, eine Alltagsroutine später entwickelt und laut Murphy’s Gesetz sollte man sich genügend Puffer gönnen, um den Tücken des Morgens (z.B. S-Bahn-Verspätung, Bad-Hair-Day, unchronologisch-angereihte Hausnummern…) gegenüber gefeit zu sein.
Im Durchschnitt wird man um 9 Uhr in der Agentur erwartet. Zuerst muss der administrative Teil (Verträge unterzeichnen) abgehandelt werden. Nach einem Rundgang und ein paar Vorstellungsrunden kann man sich an die Arbeit machen und versuchen mit treffsicheren Headlines beim Creative Director gleich einen guten Eindruck zu schinden. Wem das am ersten Tag zu viel ist, kann auch am Agentur-Kickertisch Respekt ernten.
Weil ich keine Tipps für Headlines geben kann, folgt jetzt ein kleiner Kicker-Knigge.
Lektion 1 – Nicht kurbeln! Schießen!
Auf keinen Fall kurbeln. Den Griff festhalten und aus dem Handgelenk schießen. Ein Anfängerschuss sieht ungefähr so aus:
Lektion 2 – Einfache Physikkenntnisse helfen weiter
Wie auch beim Texten hilft es am Kickertisch ab und zu mal um die Ecke zu denken. Und wenn der 24. Torschuss in Folge geblockt wird, kann eine Zusammenarbeit mit der Bande wahre Wunder bringen:
Lektion 3 – Ganz billige Tricks sind verboten!
Auch Trick 17…
Den ersten Tag steht man noch unter Welpenschutz und kann sich langsam mit den Kollegen und der bevorstehenden Arbeit anfreunden. Um 17 Uhr wird man dann frühzeitig entlassen, um zur Texterschmiede zu fahren.
Ich war bei STEIN PROMOTIONS und habe mein erstes Spiel am Kicker verloren. Ende.


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